Bild oben (eig. Foto 2006)

Annäherung an Gotland, die tausendfach interessante Insel in der Ostsee

 

 

 

Presse / Neuigkeiten / Kommentare

Die Externsteine geben eines ihrer Geheimnisse preis 

 

Unter dieser Überschrift machte die Universität Heidelberg ihre Untesuchungsergebnisse über die in den Grotten der Externsteine vorgefundenen Feuerspuren publik - http://www.uni-heidelberg.de/presse/news05/2502exte.html - . Ihre Schlüsse lauten:

1. Es konnte bewiesen werden, dass es sich bei den bisher rätselhaften Abplatzungen und Verfärbungen in den Grotten tatsächlich um historisch relevante Brandspuren handelt.

2. Drei der neun untersuchten Proben konnten recht genau datiert werden, mit einer Spannweite von ca. 100 bis 200 Jahren, bei zwei weiteren Proben konnte eine obere Grenze für das Alter ermittelt werden, mit einer Unsicherheit von ca. 100 bzw. 360 Jahren. Die jeweiligen Alterswerte (also z.B. 680 Jahre) sind Ergebnis der Untersuchungen, die Spannweiten entsprechen Unsicherheitsfaktoren von - je nach Probe - ca. 7% bis ca. 14%.

3. Entgegen ersten Befürchtungen belegen die Ergebnisse aus dem bodennahen Bereich der Haupt- und Nebengrotte, dass normale Lagerfeuer, wie dort noch in den 1960er Jahren häufiger brannten, ältere Brandspuren nicht überlagern konnten. Die datierten Brandspuren sind demnach historisch signifikant und zeugen von erheblichen Eingriffen. 

 

> In ihrem Resümee bejubeln die Forscher ihr Untersuchungsergebnis mit diesen Worten: "Die Untersuchung konnte nicht bestätigen, dass die Grotten bereits in der Älteren Eisenzeit (Mitte erstes Jahrtausend v. Chr.) geschaffen bzw. genutzt wurden, wie dies nach den Ergebnissen der ersten, methodisch noch nicht ausgereiften TL-Altersabschätzung von 1990 möglich schien. Alle nun ermittelten Alter weisen ins Mittelalter."

Man kann das Resümee auch anders herum lesen: Die Untersuchung konnte nicht bestätigen, dass die Feuer in einer neuerrichteten Grotte brannten. Die Feuer des 8. Jhd. mögen in einer Höhle des Aarstein gelodert haben, die wer weiß wie viele Jahrhunderte schon vorhanden war. Die Untersuchungen haben keineswegs den Spekulationen den Boden entzogen. 

 

01. März 2015  

oben angeführter Link existiert nicht mehr, dgl. steht der folgende WDR-Artikel nicht mehr im Netz (02.02.2017) 

 

 

WDR - Studio Bielefeld, 06.03.2015 -

http://www1.wdr.de/studio/bielefeld/nrwinfos/nachrichten/studios101424.html

Externsteine aus wissenschaftlicher Sicht

 

Politischem Missbrauch und esoterischer Mytenbildung wollen die Wissenschaftler Fakten entgegensetzen. So hat ein Physiker exakt nachgemessen, welche Himmelsbeobachtungen an den Externsteinen tatsächlich möglich sind. Eine Historikerin untersucht die Echtheit mittelalterlicher Felsinschriften. Und auch das große Relief der Kreuzabnahme soll endlich genauer untersucht werden. 

> Es bleibt zu hoffen, dass der übliche Hinweis auf den Missbrauch durch die ehemalige längst obsolete NS-Ideologie die unabhängigen Wissenschaftler nicht derart verschreckt, dass sie sich bedingungslos der herrschenden politischen Korrektheit unterwerfen. 

 

10.03.2015 

 

 

DIE WELT, 11.03.2015 -

http://welt.de/regionales/nrw/article138282640/Der-Mythos-Externsteine-soll-neu-erforscht-werden

 

Bei der Meldung handelt es sich offenbar um die Ergebnisse, die bei dem vom WDR angekündigten Treffen vereinbart wurden. 

Eine "Neuanalyse der angeblichen astronomischen Peilungen an den Externsteinen auf der Grundlage von präzisen Vermessungsdaten" werden ebenso angekündigt wie die "Untersuchung über die Echtheit einer mittelalterlichen Inschrift", ferner soll informiert werden über den Forschungsstand zu dem monumentalen Steinrelief, das die Kreuzabnahme Christi zeigt.

Statement des Leiters des Lippischen Landesmuseums Detmold, Archäologe Michael Zelle: "Es zeigt, wie viele Aspekte es gibt, die noch längst nicht erschöpfend erforscht sind, weil sie fast verdrängt wurden durch die starke Fokussierung auf die Frage, ob die Steinformation in vorchristlicher Zeit ein Heiligtum der Germanen war."  

> Dem Statemen ist zuzustimmen. Die Zeit ist reif, dass sich die Wissenschaft kümmert.  Der Artikel vermittelt den wünschenswerten Eindruck, dass Voreingenommenheiten nicht das Maß der Dinge sein werden. Das ist selbstverständlich bei der "Neuanalyse der angeblichen astronomischen Peilungen" anzustreben. Vielleicht haben auch die Erkenntnisse von Laien-Forschern eine Chance, erwogen zu werden.  Den Teilnehmern der Unternehmung ist auch zu wünschen, dass sie in Zeiten von Je suis Charlie Hebdo auch im Hinblick auf das anzupackende Thema Souveränität und eine gewisse Bandbreite jovialer Toleranz bewahren. Die zu gewissen Zeiten an den Steinen verkehrenden esoterisch verklärten Mitmenschen verbreiten, nach meiner Erfahrung, eher das Bild von Blumenkindern als das aggressiver oder gewalt-bereiter Rabauken. Auch das kleinste Popkonzert hinterlässt meistens mehr Unrat und blutige Köpfe, als die Trommler, Tänzerinnen und AussteigerInnen vom "Kraftort" Externstein. Man darf daher dafür plädieren, auch denjenigen Raum zu geben, denen die germanische Naturreligion und speziell ihr Kraftort Externstein am Herzen liegen.

In den Wissenschaften ist Eifer angebracht aber kein Eiferertum. Also, Glück auf! 

 

28. März 2015 

 

Kloster Corvey Weltkulturerbe 

 

Seit Juni 2014 gehört die ehemalige Reichsabtei Corvey (s. Titelbild unter Resümee im Abschn. Gotländer am Externstein) zum Weltkulturerbe. Im Mai 2015 wurde das Ereignis mit dem aus Detmold stammenden Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier gebührend gefeiert. Inzwischen stellt man sich im Kloster Corvey auf eine steigende Besucherzahl ein. Schon 2015 werden 100.000 Gäste erwartet. 

Das prächtige Westwerk - das ist die westlich der Klosterkirche vorangesetzte Halle mit der Doppelturmfassade und den von Mittelpfeilern getragenen Rundbögen - stammt noch aus karolingischer Zeit (erbaut 873 - 885). Dieses europaweit einzige erhaltene Bauwerk jener Zeit kündet von der imposanten karolingischen Architektur. 

 

04. Juni 2015 

 

 

Die Geheimnisse der Varusschlacht

 

Die Süddeutsche Zeitung hat einen hochinteressanten Artikel zur Varusschlacht veröffentlicht (SZ vom 08.07.2017). Der Artikel bringt weitere Links zu lesenswerten Beiträgen aus dem Bereiche der Archäologie, z.B. "Gemetzel in der Bronzezeit. Vor 3250 Jahren kämpften im Tollensetal (Mecklenburg/Vorpommern) Tausende Krieger um einen Flussübergang. Archäologen rätseln: Wer waren die ominösen Mächte, die hier aufeinanderprallten?

http://www.sueddeutsche.de/wissen/archaeologie-die-geheimnisse-der-varus-schlacht-1.3577549

 

11. Juli 2017

 

 

Römisches Marschlager entdeckt 

https://www.lwl.org/pressemitteilungen/nr_mitteilung.php?urlID=47898 

 

Das Lager aus augusteischer Zeit in Sennestadt (nahe  der Stadt Oerlinghausen) wurde bereits 2017 durch den ehrenamtlichen Mitarbeiter des LWL Venneboer mit Hilfe eines Lidar-Scanners entdeckt. 

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